SCHULE TRIFFT KUNST TRIFFT STADT

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Mit dem Gemeinschaftsprojekt SCHULE trifft KUNST trifft NATUR im Rahmen der Landesgartenschau 2010 in Rosenheim wurde erfolgreich bewiesen, wie 19 Rosenheimer Schulen mit einer bestimmten inhaltlichen Auseinandersetzung – damals das Thema „Natur“ – in das kulturelle Leben der Stadt integriert werden können. Das Herangehen an die einzelnen Arbeiten orientierte sich immer an den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen. Die Initiative wurde von „Kunst und Soziales e.V.“ und „MAZU – Interaktive Kunstprojekte“ geplant und begleitet. Auch die Städtische Galerie Rosenheim stellte Aufstellungsorte für die Werke zur Verfügung und unterstütze die Projektbetreuer bei ihrer Umsetzung. Im Rahmen des Rosenheimer Stadtjubiläums 2014 wird das Kunstprojekt weitergeführt und wurde unter dem Motto SCHULE trifft KUNST trifft STADT 2014 an insgesamt 10 Schulen weitergeführt. Die Städtische Galerie hatte die Gesamtorganisation der Veranstaltung übernommen und begleitete mit dem Verein KUNST und SOZIALES und MAZU die künstlerischen Projekte der Schulen.

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Der Beitrag der Mittelschule Rosenheim- Fürstätt zum Kunstprojekt „Schule trifft Kunst trifft Stadt“ liegt in der Installation einzelner Raumkörper zu dem Thema „Mein Lieblingsort“, die in das Stadtgebiet Rosenheim mit einbezogen wurden. Der Besucher wird dazu eingeladen, zwölf ausgewählte Schülerwerke an unterschiedlichen Stellen – den „Lieblingsorten“ der Schüler/innen – im städtischen Raum zu betrachten und durch das kindliche Auge zu erleben. Zu Beginn des Kunstprojektes stand die abstrakte Auseinandersetzung mit dem Heimatort im Vordergrund. Mit dem Ziel dem kindlichen Gedanken Raum zu geben, wurden diese zum Thema „Mein Lieblingsort“ in Worte gefasst. Erste Entwürfe mit dem Bleistift und einem breiten Pinsel folgten – bis eine Zeichnung als Vorlage für den Linolschnitt entstand. Für die Schüler/innen war die Technik des Linolschnittes neu. Deshalb dienten Scherenschnitt- und Abkratzbilder als Hinführung zum Linolschnitt. Der Blick wurde durch diese Vorübungen auf das Wesentliche gelenkt, Hell-Dunkel-Kontraste konnten wahrgenommen und der Entwurf weiter abstrahiert werden. Der endgültige Entwurf wurde mit Blaupause auf die Linolplatte übertragen, welche anschließend mit dem Werkzeug für Linolschnitt, wie beispielsweise dem Hohleisen, bearbeitet wurde. Schließlich konnten die fertigen Linolschnitte der Schüler gedruckt und präsentiert werden.

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Von dieser Fülle an Werken wurden von zwölf Schülern Arbeiten ausgewählt, die als Installationen im öffentlichen Raum umgesetzt wurden. Um die Leichtigkeit des kindlichen Gedankens widerzuspiegeln, wurden diese Graphiken diagonal schwebend, auf Plexiglas gedruckt und in kleine Holzkuben gehängt. Der Gedanke des Kindes schwebt sozusagen im Raum. In jeder Phase des Kunstprojektes fand ein reger Austausch zwischen den beteiligten Lehrkräften und dem Künstler Peter Rappl statt. Der Holzbildhauer Rappl besuchte die Klassen bei der Arbeit und konnte den Kindern durch seine Erfahrung als Künstler wertvolle Tipps in den Bereichen Komposition, Technik des Linolschnittes und Drucken geben. Folgende Techniken kamen bei dem Kunstprojekt der Mittelschule Fürstätt zum Einsatz: Zeichnung, Druckgraphik (Linolschnitt), Fotografie und digitale Medien. Bei den Installationen wurden die Materialien Holz, Plexiglas und Metall verwendet.

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2014
Projekt │ Rauminstallation
in Kooperation mit der Städtischen Galerie Rosenheim

 



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